Aber wir würde man denn aus z.B. Immertreu® ein „echtes“, „profitables“, gar „skalierbares“ Unternehmen machen?
Aber wir würde man denn aus z.B. Immertreu® ein „echtes“, „profitables“, gar „skalierbares“ Unternehmen machen?
Vielleicht hast du es schon gehört: Makerist, die Plattform, auf der man hauptsächlich digitale Näh-, Strick- und Häkelanleitungen kaufen konnte, wird geschlossen. Dies ist für viele eine traurige Nachricht. Zum einen hatten die Nutzer dort Zugriff auf hervorragende Tools zur Sortierung und Speicherung ihrer gekauften E-Books. Zum anderen stellt sich für die Verkäufer nun die Frage: Wohin mit den digitalen Anleitungen?
Laut Makerist war der Betrieb der Plattform wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Besonders tragisch ist dies für die Community, denn Makerist war bekannt für seine Rabattaktionen, bei denen E-Books häufig für nur 2 Euro verkauft wurden. Diese Aktionen brachten den meisten Verkäufern zwar gute Umsätze, doch auf lange Sicht wurden dadurch die Preise für E-Books regelrecht kaputt gemacht.
Eine der naheliegendsten Alternativen für Verkäufer ist Etsy. Die Plattform bietet eine große Reichweite, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich:
Trotz dieser Punkte bleibt Etsy eine attraktive Plattform, da digitale Produkte leicht vervielfältigt werden können und somit langfristig Einnahmen generieren.
Etsy wird oft für die Flut an nicht-handgemachten Produkten kritisiert, wie beispielsweise KI-generierte Häkelanleitungen. Dies kann dazu führen, dass handgemachte Produkte und digitale Anleitungen in der Masse untergehen.
Darüber hinaus wird Etsy seit dem Börsengang besonders in den USA kritisch diskutiert. Viele amerikanische Verkäufer klagen über die hohen Gebühren und mangelnde Sicherheit.
Ich selbst hatte einige meiner Anleitungen auf Makerist und plane, sie zu überarbeiten und auf Etsy neu einzustellen. Es ist schade, dass Makerist schließt, aber diese Situation bietet auch die Chance, neue Plattformen zu erkunden und sich anzupassen.
Falls du auch digitale Anleitungen verkaufst, würde ich gerne von dir hören: Welche Plattformen nutzt du? Hast du gute Erfahrungen gemacht oder vielleicht einen Trick, wie man seine Chancen auf solchen Plattformen verbessern kann? Teile deine Vorschläge gerne in den Kommentaren.
Letztendlich hoffe ich, dass alle Betroffenen eine gute Lösung finden und ihre Produkte weiterhin erfolgreich verkaufen können. Gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern und neue Möglichkeiten entdecken.
Ich spüre, es liegt etwas in der Luft – nämlich mehr Zusammensein, gemeinsam arbeiten, handarbeiten, usw. Wir sind dermaßen durchdigitalisiert, dass die reale Welt an den Rändern unserer Wahrnehmung zu verschwimmen scheint. Corona hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Auch wenn viele von uns es mögen, auch 2025 nicht mehr ständig ins Büro zu müssen, Menschen sind soziale Wesen und die anderen fehlen uns. Das gilt auch für Menschen, die im Arbeitsalltag dauernd mit Menschen zu tun haben – ihnen fehlen oft die richtigen „anderen“.
Ich habe das Gespür – denn zu jeder Bewegung gibt es eine Gegenbewegung – dass wir wieder mehr zusammen sein werden. Vielleicht in neuen, kleinen Läden, die mit SINN angefüllt sind und nicht mit sinn-losem Kommerz? Unsere Innenstädte könnten von scheintot zu sinnhaft werden, wenn wir diese kaum noch vermietbaren Räume erobern.
Was gibt es magischeres als eine Gruppe Frauen an ihren Spinnrädern? Wie schön wäre es, voneinander zu lernen und Räume zu haben, in denen wir ganz wir selbst sein können?
Ich bin weder eine Lehrerin noch eine Initiatorin, aber ich kann hoffnungsvolle Impulse geben … und genau das möchte ich heute tun. Vielleicht braucht es nur eine kleine Idee, die wie ein Same aufgeht. Vielleicht einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen können, um sich auszutauschen, zu unterstützen oder gemeinsam etwas Schönes zu schaffen. Einen Ort, der nicht darauf abzielt, Konsum anzukurbeln, sondern Gemeinschaft. Wo man spürt: Hier wird gelacht, gelernt, gearbeitet, geträumt.
Stellt euch vor, wie so ein Raum aussehen könnte – eine gemütliche Ecke mit Garn und Wolle, Tischen voller Werkzeuge und Materialien, und vielleicht einem großen Topf Tee (und Sekt, wer mag) in der Mitte. Ein Ort, an dem sich Geschichten verweben und Verbindungen entstehen. Ein Ort, an dem Handarbeit nicht nur ein Hobby ist, sondern ein Weg zurück zur echten Welt, zu echten Menschen.
Ich träume von mehr Orten, an denen die Zeit langsamer vergeht, an denen unsere Hände und Herzen arbeiten dürfen. Wo Kreativität statt Geschwindigkeit zählt. Wo wir uns gegenseitig ermutigen und gemeinsam etwas schaffen können, das bleibt.
Kennt ihr einen kleinen Laden, der so etwas sein könnte? Oder eine Freundin, die mit euch Handarbeiten und träumen möchte? Dann quatscht doch mal drüber – lasst uns gemeinsam neue Räume schaffen und das, was möglich ist, weiterdenken! 💛
Übrigeeeeeens! Man kann sich auch online zum gemeinsamen Werkeln verabreden!