Die älteste und die jüngste Immertreue :)

Die älteste und die jüngste Immertreue :)

2005: Das jüngste Familienmitglied kommt in die Waldorf-Krabbelgruppe und Mama macht die erste Puppe. Das dies die älteste Immertreue sein wird, konnte niemand ahnen 😅🙃
Als Stoff habe ich ein rosa Handtuch verwendet. Wenn du ein Püppchen für dein Kind machen willst, kannst du ebenso vorgehen: Nimm einen Stoff, der bereits da ist, vielleicht einen Strampler oder ein kuscheliges Baumwolltuch.
2024: Schmusis gibt es schon seit Jahren und ich habe diesen „Schnitt“ entworfen, um all die genialen Biojerseystoffe, die auf einmal den Markt fluteten, für Püppchen verwenden zu können. Ich nähe den Körper aus zwei Quadraten, weil ich es einfach mag 🙂
Einfachheit ist das wichtigste Merkmal von Waldorf-inspirierten Puppen, 🥹 eine zurückhaltende Gestaltung soll die Fantasiekräfte des Kindes anregen. (Ich erinnere mich sehr gut, wie ich mit der Knopfkiste meiner Mutter gespielt habe 😅 Da war ALLES drin: Häuser, Schlösser, Pferde, Menschen …).
Das ist auch der Grund, warum es bei mir keine Puppen mit kunstvollen gefilzten Gesichtern gibt. Meine Püppchen bleiben, was sie immer waren! Weich, kuschelig und so zurückhaltend wie möglich gestaltet. Ich gebe zu, einem kleinen Puppenlächeln kann ich nicht widerstehen 🙂 Und Immertreu wird nie eine „beige Mom“ 🙃.
Es war einmal …

Es war einmal …

Es war einmal …

… ein hübsches kleines Puppenmädchen namens Tilda. Sie hatte ein wunderschönes Kleid an, das war rot und hatte tolle schwarze Punkte. Ihr Mama nannte sie deswegen gern „mein kleiner Marienkäfer“. Dann war Tilda immer ganz froh.
Eines Tages spazierte Tilda über ihre Lieblingswiese, die mit dem kleinen Bach. Es war ein wunderschöner Frühlingsnachmittag, und sie schnupperte in die Luft, um ja keinen zarten Duft zu verpassen. Sie roch Blüten, und Gras und den kühlen Bach. Tilda war glücklich, und die Sonne lachte mit ihr um die Wette. Als sie sich gerade hinhockte, weil sie glaubte, ein vierblättriges Kleeblatt entdeckt zu haben, hört sie auf einmal ein leises Schluchzen im Gras. „Wer kann das sein?“ dachte sie, und begann, zwischen den grünen Halmen nach dem Wesen zu suchen.
„Nein, schau mich nicht an!“ piepste jemand leise mit tränenerstickter Stimme.
Tilda wunderte sich. „Wer bist du denn?“ Sie erblickte einen kleinen roten Käfer, der sich verschämt unter einem Grashalm zu verstecken versuchte.

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