Handmade-Business, das lohnt sich doch nicht!

Handmade-Business, das lohnt sich doch nicht!

Das ist ein Thema, das mich natürlich schon seit fast 19 Jahren begleitet – so lange gibt es Immertreu®.
Und ich habe von meinem Business gelebt. Gegründet neben dem Studium musste ich meine Mutter ins Geschäft holen, als ich meine Magisterarbeit schrieb und „nebenbei“ Stoffhandel und Puppenherstellung stemmte. Und Kinder hatte ich auch 🙂
Ich bin trotzdem all-in gegangen. Und ich bin heute nicht mehr sicher, ob meine Entwicklung in Richtung Marketing wirklich die bestmögliche war. Aber das ist nun egal, da Vergangenheit!
Kleine Handmade-Label lassen sich in der Regel eine Menge einfallen, um zu überleben, handeln zusätzlich mit Anleitungen oder Material, machen YouTube oder sind verheiratet und tragen nicht die ganze Last allein. Und nein, finanziell lohnt sich das nicht. Du kannst in Deutschland mit Handarbeiten nicht viel Geld verdienen, weil die „Produktionskosten“ hier so hoch sind, auch wenn du es selbst machst.

 

Grundsätzlich wird das Thema Handarbeiten oder auch Textilkunst eher geringschätzig angesehen – es ist nicht nur meist die Arbeit von Frauen, die ja ohnehin in unserem System „weniger wert“ ist; Textilien sind auch etwas Alltägliches und viele Menschen sind glücklich, wenn sie ihren Schrank weiter mit billigem Kram füllen können. (Kein shame, meine Lieben, ich kenne das ja selbst.)

Aber wir würde man denn aus z.B. Immertreu® ein „echtes“, „profitables“, gar „skalierbares“ Unternehmen machen?

 
Ich will das mal ganz einfach erklären. Wäre ich ein profitorientiertes Unternehmen, dann würde ich die Produktion meiner Puppen ins Ausland verlagern. Das Ziel wäre, die Gewinnspanne zu erhöhen. Vielleicht würde ich die Produkte, und das wären die Puppen dann, auch von einem günstigen Standort versenden lassen. Und das Gewerbe würde ich in ein Steuerparadies verlegen.
 
Stattdessen schlage ich mich mit dem Finanzamt herum. Ich mache die ganze Arbeit selbst, jeden Nadelstich, jede Häkelmasche, das Marketing, Kommunikation, Verpackung usw. So wie JEDES Handmade Unternehmen.
 
Das ist nicht profitabel! Ja, bin ich denn blöd?
Warum mache ich nicht etwas, das sich lohnt?
 
Weil ich das LIEBE, so wie JEDER, der ein Handmadebusiness hat.
Ich brauche keine automatischen Nachrichten, die Meta für mich verschickt – ich mag es, in Verbindung zu sein, wenn ich für jemanden ein Püppchen mache.
DAS ist ja gerade der Witz daran.
Ich brauche keine billigen Stoffe für eine bessere Marge. Ich nehme nur Material, dass ich meinem eigenen Kind auch geben würde.
Ich brauche niemand anderen, der meine Puppen näht. Was bliebe dann noch? Ein Name: Immertreu®, der aufgestickt wäre – aber leer wäre, denn er hätte keine Bedeutung mehr.
Immertreu stoffpuppe
 
Ich wünschte, ich könnte in Wort fassen, was Handmade mir bedeutet.
Was ich darin sehe: die schöpferische Kraft des Menschen! Eigenermächtigung.
Wirksamkeit in der Welt.
Nicht jeder muss das lieben. Ich liebe es.
Nicht jeder muss oder will daraus ein Business machen!
Ich liebe handgemachte Sachen. Ich kaufe sie, trage sie, verschenke sie.
Und eigentlich ist es ganz normal, dass man Dinge selbst macht.
Ein Spielzeug. Einen Pullover. Apfelmus.
Eine einzigartige Puppe für einen ganz besonderen Menschen. 😍
Ich bin so reich und beschenkt, und es freut mich, dass ich Puppen für euch machen kann und darf. Denn ohne euch – gäbe es Immertreu® nicht!
Mit jeder Puppe, die du bestellst, unterstützt du jemanden, dem ein Finanzbeamter im Nacken sitzt *hahaha,
der hier in unserem Land jede Menge Steuern bezahlt, ohne sich irgendwelche Schlupflöcher zu suchen,
und der seine Arbeit mit Liebe macht! DANKE DIR!
(Wenn du magst, auch bei etsy – hier sind die meisten meiner Sachen etwas teurer, denn die Gebühren sind hooooch)
Aber du kannst mich auch unterstützen, ohne einen Cent auszugeben, und dafür danke ich dir auch von Herzen!
Du kannst einen Beitrag bei Instagram liken.
Du kannst meine Puppen bei Pinterest teilen.
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Du kannst meinen Affiliatelink bei amazon verwenden, was dich keinen Cent mehr kostet – aber ich bekomme eine kleine Provision.
Du kannst mein Kurzgeschichten-Buch gratis bei amazon lesen.
Das ist doch eine ganze Menge, oder?
Womit finanziere ich denn mein Leben (mit einem Blick auf meine fairen Preise wirst du sehen, die Puppen sind nur ein Teil davon)?
Hauptberuflich mache ich Marketing – und wenn du ein kleines oder mittelständisches Unternehmen kennst, das jemanden fürs Marketing braucht – leite gern mein LinkedIn Profil weiter.
Und ehrlich: Es ist nicht mein Problem, wenn jemand mein Business nicht „ernst nimmt“. Ich liebe alles, was ich tue. Ich habe gar keine Lust, in ein System zu passen, dass Mensch uns Natur ausbeutet und immer nur auf den Profit schaut. Ich denke, das ist es, was unsere Welt zugrunde richtet.
Ich denke aber auch, dass andere Zeiten kommen! Wir werden vielleicht noch froh sein, dass wir uns Klamotten stricken, fermentieren und einkochen können!
Liebe geht raus!

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